| Don Ross wird während des Workshops seinen Stil und seine Technik anhand verschiedener Kompositionen erläutern, die mit vorbereiteten Tabulaturen für die Teilnehmer erlernbar sein werden. | ![]() |



![]() Vorher |
![]() Die Saiten sind entfernt |
![]() Die Schrauben der alten Mechanik werden vorsichtig gelöst |
![]() Nachdem alle Schrauben gelöst sind lässt sich die Mechanik herausziehen |
![]() Das werden die neuen Mechaniken für meine Gitarre: Gotoh 35G1600 |
![]() Out of the box!! |
![]() Alt gegen Neu |
Die äußeren Bohrungen für die Befestigungs-schrauben passen. Die Mechanik wird damit fixiert |
Die inneren Bohrungen passen leider nicht - was vorher klar war. Also wird vorsichtigst 1mm vorgebohrt |
![]() Die neue Mechanik wird eingesetzt |
![]() Bis auf die Saiten sieht das schon sehr gut aus :-)) |
Geschafft. Die Gitarre lässt sich wieder hervorragend stimmen - und hat optisch und haptisch gewonnen |

Thomas Brenner von der AWO Böblingen-Tübingen lud vom 13. bis 15.11. 09 zum mittlerweile XIV. Acoustic Guitar Weekend nach Böblingen ein. 14 Workshopteilnehmer trafen sich am Freitagnachmittag, gespannt, was Pierre Bensusan für sie vorbereitet hatte.
Alle Teilnehmer hatten offensichtlich schon Erfahrung mit Gitarrenworkshops, einige hatten auch schon einen Blick auf die zugesandten Tabulaturen, z.B. von Pierre’s Stück L’Alchimiste, geworfen. Kein einfacher Stoff. Und das sollte in etwas mehr als 10 Stunden erarbeitet werden?
Doch es kam ganz anders. Pierre hat mit uns nicht an seinen Stücken gearbeitet, sondern an den Grundlagen unserer Musikalität und an unserer Beherrschung der Gitarre als deren Ausdrucksmittel gefeilt. Vermeintlich einfache Arpeggien entwickelten sich zu anspruchsvollen Rhythmusübungen, die eine wertvolle Grundlage für die tägliche Übepraxis und das erarbeiten von neuen Stücken oder eigenen Kompositionen und Arrangements darstellen können. Technische Feinheiten wie das Abdämpfen von Saiten mit den Fingern der rechten Hand erlauben es, nur die Töne klingen zu lassen, die im aktuellen musikalischen Kontext wichtig sind. Die Töne sollen Ihre Bedeutung dadurch erhalten, dass sie nicht durch ausklingende Töne zugedeckt werden – außer, das ist ausdrücklich so gewollt und musikalisch sinnvoll.
Das Apoyando, eine Anschlagstechnik der klassischen Gitarre, wird erweitert durch den Anschlag des Fingers mit der Rückseite des Nagels – die Saite, an der angelegt wird dient gleichermaßen als Sprungbrett für die Rückbewegung. Damit sind interessante Effekte erzielbar.
Streckungsübungen für die linke Hand, kombiniert mit Hinweisen, wie die Bewegungen der Finger geräuschlos organisiert werden können, erweitern den erreichbaren Tonumfang, aber nur, wenn die Übungen Eingang in die Überoutine finden und regelmäßig praktiziert werden.
Gespräche über die Erfahrungen eines professionellen Musikers, die Bühnenpraxis, das Arrangieren und Komponieren waren mehr als eine Ergänzung. Es war Pierre sehr wichtig, uns zu zeigen, dass die Gitarre das „sekundäre“ Instrument ist, unser Hauptinstrument sind wir selbst. Unsere Musikalität, das Rhythmusempfinden, unser Respekt für unseren Körper, unser Wunsch, Neues zu entdecken und dafür auch gewohnte Pfade zu verlassen, sind die wichtigste Grundlage für eine musikalische Weiterentwicklung. Dabei hartnäckig zu bleiben, sich eigene Wege zu erarbeiten, Herausforderungen zu meistern und sich immer wieder selbst klar zu machen, dass man so jedes Ziel erreichen kann, war seine Botschaft zum Abschluss.
Für mich ein rundum gelungener Workshop, der durch ein phantastisches Konzert am Freitagabend in der Aula des Albert Einstein Gymnasiums in Böblingen einen zusätzlichen Höhepunkt fand.
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